Die Filmreihe „DEFA-ANTIFA“ widmet sich der antifaschistischen Schaffenslinie des staatlichen Filmstudios der DDR. Wie gelang es der DEFA, spannende Geschichten aus der Zeit des faschistischen Deutschlands zu erzählen und Themen wie Widerstandskampf, Überlebenskunst, Opportunismus, Machtstrukturen künstlerisch umzusetzen? Was gehen uns diese Geschichten heute noch an? Die Reihe DEFA-ANTIFA reist mit den Filmen durch verschiedene deutsche Städte.
Die zweite Veranstaltung in dieser Reihe zeigt den Film „Die Mörder sind unter uns“ (1946) von Wolfgang Staudte, der noch im echten zerstörten Berlin spielt. Darin geht es um einen Kriegsverbrecher der Wehrmacht, dessen Taten ein anderer nicht vergessen kann. Zugleich ist es das Porträt eines deutschen Biedermanns, der seine Schuld nicht begreifen will.
Nach der Vorführung gibt es ein Gespräch mit der Medienhistorikerin Ulrike Weckel, moderiert von Angelika Nguyen. Es soll darin um den Film gehen, seine Entstehung und seinen Kontext zur Gegenwart.